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Der Gos d' Atura Català

Portrait

FCI-Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde Standard Nr. 87

Lebenserwartung: ca. 14 Jahre

Größe: Rüden 47 bis 55 cm        Hündinnen 45 bis 53 cm    

Gewicht: Rüden 20 bis 30 kg     Hündinnen 15 bis 23 kg

Haar: lang, glatt oder leicht gewellt

Farbe: unterschiedlich gemischt aus beige, grau, rost und schwarz, dreifarbig aus rost, beige und schwarz, jeweils in den Abstufungen hell bis dunkel

Kopf: stark und breit

Nase: schwarz

Fang: gerade, aber eher kurz, die Lefzen sind dick und straff, ein Scherengebiss wird gewünscht

Augen: ausdrucksstark, bernsteinfarbig, dunkel und von langen Wimpern umrandet

Hals: kräftig, stark und muskolös

Körper: kräftig, stark und muskulös, eine rechteckige Figur mit robustem Knochenbau, gerader Rücken, schräge Kruppe, breite Brust, leicht aufgezogener Bauch mit betonten Flanken

Läufe: kräftig und müskulös, ovale Pfoten mit schwarzem harten Ballen

Hinterpfoten: doppelte Afterkrallen mit knöchernem Zehenstrahl

Rute: tief angesetzt und wird herabhängend getragen. Jedoch bei Bewegung wird sie leicht angehoben, aber sie darf sich nicht über dem Rücken einrollen.

Gangwerk: weich, schäferhundtypisch

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Herkunft

Der Gos d' Atura ist in der katalonischen Ebene südlich der Pyrenäen zu Hause und hat sich aufgrund seiner üblichen Funktionen, nämlich der Führung der Herden, in alle sonstigen katalonischen Hirtengebiete verbreitet.

Erscheinungsbild

Er ist ein wohlgestalteter Hund mittlerer Größe und mit schönem Fell.

Charaktereigenschaften

Er ist ein sehr zurückhaltender, sozialer, temperamentvoller, intelligenter Hund, mit edlem Blick, schätzenswertem derbländlichem Wesen, dem Schäfer und der ihm anvertrauten Herde aufopfernd ergeben. Er ist sehr wachsam, aber kein Kläffer. Zudem ist er äußerst kinderlieb. Er ist Wetter unempfindlich und genügsam.

Haltung / Pflege

Er ist sehr anspruchslos. Er ist halt ein robuster Hund, der mit einfachem Futter auskommt. Er frisst auch nur so viel, wie er gerade braucht und zwar nach getaner Arbeit. Es reicht vollkommen aus, wenn das Haarkleid ein Mal pro Woche gebürstet / gekämmt wird. Je nach Haarstruktur nur alle zwei Wochen.

Verwendung

Das wirkliche Wesen der Rasse kommt bei der Beaufsichtigung der Herden zum Ausdruck. Der Hund folgt nicht nur den Anweisungen des Schäfers, sondern ist darüber hinaus in vielen Fällen fähig, eigene Entscheidungen zu treffen. Er lenkt die Herde mit wunderbarer Leichtigkeit so, dass sich kein Tier von den anderen trennt. Sein großer Mut und seine Tapferkeit lassen auch seine Verwendung für Wachaufgaben zu. Aufgrund seiner Größe, seines schönen Pelzes, seiner Intelligenz und seiner großen Treue seinem Herrn gegenüber, kann er auch ein vorzüglicher Begleithund sein.

Aufgrund seiner Schäferhundeigenschaften ist er bewegungsfreudig und hat eine hohe Ausdauer. So liebt er lange Spaziergänge, Wanderungen, Ausflüge am Fahrrad oder Pferd. Auch das Schwimmen gehört zu seinen Vorlieben.

Der Gos ist ständig auf Achse, stets arbeitswillig und gehorsamsbereit. Wer aber glaubt, es handele sich hier um einen Hund, der in der Familie einfach so nebenher leben kann, der hat sich für die falsche Rasse entschieden!

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Empfehlungen

Wenn Ihr Gos mit ca. 8 Wochen bei Ihnen einzieht, steigern Sie die jeweiligen Gassi-/Spaziergänge je nach Kondition des Welpen. Wenn Sie ihn stets beobachten, merken Sie schnell, wieviel Sie ihm zumuten können. Halten Sie Ihren Gos im Verhältnis 5 Minuten freilaufend und 10 Minuten an der Leine.

Im ersten Lebensjahr ist Vorsicht geboten. Keine stundenlangen Wanderungen, bitte nicht am Fahrrad führen, kein Bällchen oder Stöckchen werfen. Der Gos hat lockere Gelenke. Im ersten Jahr müssen sich Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder erst entwickeln, damit sie dafür kräftig genug sind. Lassen Sie ihn niemals hinter Autos, Joggern, Krähen oder rennenden Kindern hinterherhetzen. Das sind Anzeichen des Hüteinstinkts. In diesem Fall nicht gewünscht; gehütet werden Schafe und das auch nur mit Erlaubnis und erst, wenn der Hund ein Jahr alt ist.

In der Erziehung ist Konsequenz und Disziplin gefragt, niemals Härte und Druck! Spielen ist wichtig für den Welpen, aber spielen Sie mit ihm am Körper. Das stärkt zudem auch die Bindung zu Ihnen.

Es gibt durchaus gute Trainer in einigen Hundeschulen, die Ihnen dabei behilflich sind, Ihren Welpen richtig zu prägen und zu sozialisieren, auf Umweltreize und die verschiedensten Alltagssituationen vorzubereiten, was ja schon beim Züchter begonnen hat. Setzen Sie diese Arbeit fort und besuchen Sie Zoos, Weihnachtsmärkte, Kirmes etc. und lassen Sie den Welpen in Spielstunden viel mit Artgenossen spielen, ob sie nun groß oder klein, jung oder alt sind.

So können Sie dann Ihrem Welpen auf spielerische Art und Weise den Basisgehorsam und zum Beispiel verschiedenste Übungen aus dem Bereich Obedience und einige Tricks beibringen, um später dann das Dogdancing daraus zu entwickeln. Auch die Rettungshundearbeit ist etwas für denn Gos oder die Ausbidung zum Therapiehund. Es gibt so viele Möglichkeiten, seinen Hund zu beschäftigen. Aber das Größte für ihn ist und bleibt das Hüten von Schafen. Dafür ist er geboren und es liegt ihm im Blut. (Aber Vorsicht: Wer sich mit seinem Gos für diese Arbeit entscheidet - bitte immer unter fachkundiger Anleitung eines Schäfers!)

Mit etwa 12 Monaten können Sie Ihrem Gos nun richtigen Sport bieten, aber achten Sie auf gelenkschonende Trainingsweisen und bitte: Alles in Maßen! Das gilt vor allem für Agility, Flyball und Frisbee, wenn es wettkampfmäßig betrieben wird. Das mag in jungen Jahren kein Problem sein, aber Ihr Gos soll doch im gesunden Zustand 14 Jahre und älter werden, oder?

Sollten Sie sich für die Hütearbeit entscheiden, auch sie beginnt im Alter von einem Jahr. Das heißt, den Instinkt zu testen und seine Hüteambitionen in geregelte Bahnen zu lenken. Dabei sind Ihnen z. B. Wanderschäfer sicherlich behilflich. Schauen Sie sich bei der AG zur Zucht Altdeutscher Hütehunde (AAH) um oder auch bei Schafhaltern, die z. B. Australien Shepherd, Briard, Cattle Dogs oder PONs trainieren. Deren Hüteart ist dem Gos sehr ähnlich. 

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Textsammlungen:

Gundsätzliches zum Gos ...

Hier ein paar interessante Texte, rund um den Hütehund, die sehr wohl auch auf den Gos übertragbar und hilfreich bei der Erziehung und Ausbildung eines Hütehundes sind. 

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Wir sind keine Zwingerhunde!

Wir sind reine Hüte- und Arbeitshunde!

Wir sind keine Sofalümmel!

Wir brauchen Beschäftigung, sonst suchen wir uns welche!

Wir brauchen eine enge Bindung zu unserem "Herrn"!

Wir sind wissbegierig und lernen sehr schnell!

 

Ich selber bin in der Agility-Ausbildung. Auch Flyball ist eine tolle Sache. Viele Obedience-Übungen habe ich schon im Welpenalter gelernt. Auch tanze ich mit Frauchen gern. Ich liebe es, im Garten zu toben, spielen mit meinen Freunden, lange Wanderungen durch die

 

Wiesen und Wälder, im Wasser plantschen und meinem großen Onkel Streiche zu spielen. Besuche im Tierpark oder Zoo sind äußerst aufregend.

 

 

Und das, wozu ich geboren bin, nämlich Schafe hüten, das darf ich auch! Dabei habe ich beide Varianten kennengelernt. Die Herden- als auch auch die Koppelarbeit.

  

Da wir viel auf Reisen sind, bin ich jeden Tag aufs Neue gespannt, welches Abenteuer wohl heute auf mich wartet!

Ein liebes Wuff

 Chenoé

 

 

 

Fordern Sie Ihren Gosi körperlich als auch geistig - so haben Sie einen ausgeglichenen quietschvergnügten Hund, der absolut alles für Sie tut und vor allen Dingen, Spaß daran hat. Obwohl: Das gilt eigentlich für jeden Hund - egal welcher Rasse!