Donnerstag, 11. September 2014

Rasse Papillon

Die Rasse ist auch unter der Bezeichnung ‚Kontinentaler Zwergspaniel’ bekannt und wird im Volksmund als Schmetterlingshündchen bezeichnet.


Diese Hunde verbreiteten sich möglicherweise bereits seit dem 13. bis 14. Jahrhundert von Italien aus, jedoch wird wegen ihrer Erhaltung und Entwicklung zumeist als ursprüngliche Heimat der französische Sprachraum (Frankreich, Belgien) angegeben.



Bereits die Alten Meister wie Tizian malten Hunde, die als Stammväter gelten können, allerdings noch mit Hängeohren.
Unterschieden wird daher auch in die Varietäten ‚Phalene’ (Hängeohren) und ‚Papillon’ (Stehohren).


Der „Schmetterling“ unter den Kleinhunden fällt durch seine riesigen Stehohren auf. Sie sind jeweils größer als der Kopf und geben ihm ein lustiges Aussehen. Der Fang ist dagegen klein und wie der Rest vom Hund recht zierlich.

Damit entspricht der erwachsene Papillon voll dem Kindchenschema und man muss ihn einfach niedlich finden.

Die Farbe ist meist weiß mit braunen oder schwarzen Platten, oft auch tricolour. Die Blesse im Gesicht ist zwar nicht Rassestandard, aber sehr erwünscht, weil sie optisch den Eindruck, einen Schmetterling vor sich zu haben, verstärkt.


Das Fell ist seidig glatt. Papillons haben keine oder nur wenig Unterwolle, ihr Fell hält damit kaum Schmutz und ist mit regelmäßigem Bürsten gut zu pflegen. Abgesehen davon sind Papillons oft auch ein wenig eitel und die meisten Vertreter dieser Rasse achten selbst auf Sauberkeit.


Ein Papillon ist wie ein Schmetterling ständig in Bewegung. Er ist aufmerksam, fröhlich, freundlich und treu. Obwohl klein und zierlich elegant, sind Papillons doch auch recht robust und nicht allzu empfindlich.

Papillons sind sehr gesellige Hunde, neben ihren menschlichen Bezugspersonen mögen sie gern auch die Gesellschaft andere Tiere, insbesondere Hunde. Mehrere Papillons im Freien beim Spiel hinterlassen tatsächlich den Eindruck von über die Wiesen flatternden Schmetterlingen. Wer das einmal beobachten konnte, weiß, dass diese Rasse möglichst nicht als Einzelhund gehalten werden sollte.

Donnerstag, 28. August 2014

Liebe Barsoi, Borzoi und Barzoï Freunde !

Die folgenden Seiten widme ich aus Dankbarkeit und in tiefer Verbundenheit den Barsois, ganz speziell aber denen, die mich nun schon seit Jahrzehnten durchs Leben begleiten und begleitet haben.

Herzlicher Dank sei den Barsois, Borzois, Barzoïs  - ihnen allen, und natürlich schliesse ich  die verstorbenen Barsoihündinnen und Barsoirüden Katuschka, Kurakin, I'Jasnaya, Mimosha und Arusha sowie die beiden quick lebendigen Barsoi Wurfbrüder Totschka's Bogram alias Balchas sowie Totschka's Boyar, die mit mir zur Zeit Haus und Garten bewohnen, in meinen Dank ein.
Die meisten Barsoifreunde haben früher oder später den Wunsch, nicht nur mit ihren eigenen Barsoi Lieblingen zusammen zu leben, sondern sich über den Ursprung, die Entwicklung und die aktuellen Trends in der Barsoizucht zu informieren oder sich mit Werken von Künstlern verschiedenster Richtungen und Stile auseinander zu setzen, die Kunstwerke rund um den Barsoi geschaffen haben. Ich hoffe, Sie mit meiner Site gut zu unterhalten und mit der nebenstehenden Linksammlung einen kleinen Beitrag zur Erschliessung des schier unerschöpflichen Fundus im Internet zum Thema Barsois, Borzois, Barzoïs, dem russischen Windhund, Russkaya Psovaya Borzaya oder russian wolfhound, wie er in verschiedenen Gegenden der Welt genannt wird, zu leisten.Es gibt Zeitgenossen, die nicht verstehen, warum wir unsere Barsois, Borzois, Barzoïs, diese herrlichen Geschöpfe, so lieben.

Meine Antwort darauf
 :
Der grosse Irrtum der "zivilisierten" Menschheit liegt im angeblich göttlichen Auftrag, sich die Erde Untertan zu machen, statt, wie es bei den uralten Stämmen der Indianer noch heute der Brauch ist, alle Mitlebewesen zu achten und sie, auch zum eigenen Wohle, zu hegen und zu schützen, statt sie , meist aus Profitgier, auszurotten.

Der Mensch hat es doch so einfach, sich als die Krone der Schöpfung auf zu spielen. Schliesslich hat er das und den "Pulver" erfunden. Die Folgen dieses Glaubens sehen und spüren wir täglich - und die nächsten Generationen werden gut daran tun, diesen Irrglauben als solchen zu erkennen und ihn endlich und endgültig über Bord zu werfen, wollen sie sich nicht selbst auslöschen!

All zu viele Gesetzgeber erdreisten sich auch heute noch, unsere Mitlebewesen rechtlich (weil käuflich) als "Ware" zu deklarieren. Dies führt in Ländern, in denen der Begriff Tierschutz nicht oder nur auf dem Papier existiert, zu grauenhaften Verfehlungen gegenüber anderen Mitlebewesen.
Meine Barsois, Borzois, Barzoïs haben unzähligen schönen Stunden unvergesslichen Glanz aufgesetzt und mir in trüben Tagen, die wie der Sonnenschein zum Leben gehören, Trost und Mut gespendet. Sie haben nie an mir gezweifelt, sie haben mich nie betrogen und sie verlassen mich erst, wenn die für sie bestimmte Zeit abgelaufen ist.
Suche einen entsprechenden Menschen - man wird ihn kaum finden!

Zum Schluss noch eine sehr weise Erkenntnis in Englischer Sprache über den wohl treuesten Begleiter des Menschen seit dessen Erschaffung:
"A dog is the only thing on earth that loves you more
than he loves himself."

                                                           
J. Billings

Montag, 18. August 2014

Wolves Home Chenoé

Wir wohnen am südlichen Niederrhein. Umgeben vom Naturschutzgebiet mit vielen Wäldern, Feldern, Wiesen, Bächen und Seen. Einfach genial für Hunde. Endlose Waldwege laden zu langen Wanderungen ein und das in den frühen Morgenstunden - einfach nur herrlich. Das ist Natur pur!

Nach langem Suchen hatten wir nun endlich ein kleines Häuschen mit Garten gefunden. Wir haben uns schnell eingelebt. Hier kann man herrlich toben, spielen und auch ruhen ...

Der Große an Chenoés Seite ist übrigens Gari. Ein Husky-Mix aus dem Tierheim, der vor neun Jahren zu mir kam. Mittlerweile ist er 10 Jahre alt, erfreut sich bester Gesundheit und hat stets Flausen im Kopf. Ein charmanter Kerl, der weiß, wie er sein Frauchen um die Kralle wickeln kann. Im neuen Heim ist er förmlich aufgeblüht, was mich für ihn sehr freut. Seinem Mädel steht er immer zur Seite, wann immer es nötig ist.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Der Gos d' Atura Català

Der Gos d' Atura Català

Portrait
FCI-Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde Standard Nr. 87
Lebenserwartung: ca. 14 Jahre
Größe: Rüden 47 bis 55 cm        Hündinnen 45 bis 53 cm    
Gewicht: Rüden 20 bis 30 kg     Hündinnen 15 bis 23 kg
Haar: lang, glatt oder leicht gewellt
Farbe: unterschiedlich gemischt aus beige, grau, rost und schwarz, dreifarbig aus rost, beige und schwarz, jeweils in den Abstufungen hell bis dunkel
Kopf: stark und breit
Nase: schwarz
Fang: gerade, aber eher kurz, die Lefzen sind dick und straff, ein Scherengebiss wird gewünscht
Augen: ausdrucksstark, bernsteinfarbig, dunkel und von langen Wimpern umrandet
Hals: kräftig, stark und muskolös
Körper: kräftig, stark und muskulös, eine rechteckige Figur mit robustem Knochenbau, gerader Rücken, schräge Kruppe, breite Brust, leicht aufgezogener Bauch mit betonten Flanken
Läufe: kräftig und müskulös, ovale Pfoten mit schwarzem harten Ballen
Hinterpfoten: doppelte Afterkrallen mit knöchernem Zehenstrahl
Rute: tief angesetzt und wird herabhängend getragen. Jedoch bei Bewegung wird sie leicht angehoben, aber sie darf sich nicht über dem Rücken einrollen.
Gangwerk: weich, schäferhundtypisch
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Herkunft
Der Gos d' Atura ist in der katalonischen Ebene südlich der Pyrenäen zu Hause und hat sich aufgrund seiner üblichen Funktionen, nämlich der Führung der Herden, in alle sonstigen katalonischen Hirtengebiete verbreitet.

Erscheinungsbild
Er ist ein wohlgestalteter Hund mittlerer Größe und mit schönem Fell.

Charaktereigenschaften
Er ist ein sehr zurückhaltender, sozialer, temperamentvoller, intelligenter Hund, mit edlem Blick, schätzenswertem derbländlichem Wesen, dem Schäfer und der ihm anvertrauten Herde aufopfernd ergeben. Er ist sehr wachsam, aber kein Kläffer. Zudem ist er äußerst kinderlieb. Er ist Wetter unempfindlich und genügsam.

Haltung / Pflege
Er ist sehr anspruchslos. Er ist halt ein robuster Hund, der mit einfachem Futter auskommt. Er frisst auch nur so viel, wie er gerade braucht und zwar nach getaner Arbeit. Es reicht vollkommen aus, wenn das Haarkleid ein Mal pro Woche gebürstet / gekämmt wird. Je nach Haarstruktur nur alle zwei Wochen.

Verwendung
Das wirkliche Wesen der Rasse kommt bei der Beaufsichtigung der Herden zum Ausdruck. Der Hund folgt nicht nur den Anweisungen des Schäfers, sondern ist darüber hinaus in vielen Fällen fähig, eigene Entscheidungen zu treffen. Er lenkt die Herde mit wunderbarer Leichtigkeit so, dass sich kein Tier von den anderen trennt. Sein großer Mut und seine Tapferkeit lassen auch seine Verwendung für Wachaufgaben zu. Aufgrund seiner Größe, seines schönen Pelzes, seiner Intelligenz und seiner großen Treue seinem Herrn gegenüber, kann er auch ein vorzüglicher Begleithund sein.
Aufgrund seiner Schäferhundeigenschaften ist er bewegungsfreudig und hat eine hohe Ausdauer. So liebt er lange Spaziergänge, Wanderungen, Ausflüge am Fahrrad oder Pferd. Auch das Schwimmen gehört zu seinen Vorlieben.
Der Gos ist ständig auf Achse, stets arbeitswillig und gehorsamsbereit. Wer aber glaubt, es handele sich hier um einen Hund, der in der Familie einfach so nebenher leben kann, der hat sich für die falsche Rasse entschieden!


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Empfehlungen
Wenn Ihr Gos mit ca. 8 Wochen bei Ihnen einzieht, steigern Sie die jeweiligen Gassi-/Spaziergänge je nach Kondition des Welpen. Wenn Sie ihn stets beobachten, merken Sie schnell, wieviel Sie ihm zumuten können. Halten Sie Ihren Gos im Verhältnis 5 Minuten freilaufend und 10 Minuten an der Leine.
Im ersten Lebensjahr ist Vorsicht geboten. Keine stundenlangen Wanderungen, bitte nicht am Fahrrad führen, kein Bällchen oder Stöckchen werfen. Der Gos hat lockere Gelenke. Im ersten Jahr müssen sich Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder erst entwickeln, damit sie dafür kräftig genug sind. Lassen Sie ihn niemals hinter Autos, Joggern, Krähen oder rennenden Kindern hinterherhetzen. Das sind Anzeichen des Hüteinstinkts. In diesem Fall nicht gewünscht; gehütet werden Schafe und das auch nur mit Erlaubnis und erst, wenn der Hund ein Jahr alt ist.
In der Erziehung ist Konsequenz und Disziplin gefragt, niemals Härte und Druck! Spielen ist wichtig für den Welpen, aber spielen Sie mit ihm am Körper. Das stärkt zudem auch die Bindung zu Ihnen.
Es gibt durchaus gute Trainer in einigen Hundeschulen, die Ihnen dabei behilflich sind, Ihren Welpen richtig zu prägen und zu sozialisieren, auf Umweltreize und die verschiedensten Alltagssituationen vorzubereiten, was ja schon beim Züchter begonnen hat. Setzen Sie diese Arbeit fort und besuchen Sie Zoos, Weihnachtsmärkte, Kirmes etc. und lassen Sie den Welpen in Spielstunden viel mit Artgenossen spielen, ob sie nun groß oder klein, jung oder alt sind.
So können Sie dann Ihrem Welpen auf spielerische Art und Weise den Basisgehorsam und zum Beispiel verschiedenste Übungen aus dem Bereich Obedience und einige Tricks beibringen, um später dann das Dogdancingdaraus zu entwickeln. Auch die Rettungshundearbeit ist etwas für denn Gos oder die Ausbidung zum Therapiehund. Es gibt so viele Möglichkeiten, seinen Hund zu beschäftigen. Aber das Größte für ihn ist und bleibt das Hüten von Schafen. Dafür ist er geboren und es liegt ihm im Blut. (Aber Vorsicht: Wer sich mit seinem Gos für diese Arbeit entscheidet - bitte immer unter fachkundiger Anleitung eines Schäfers!)
Mit etwa 12 Monaten können Sie Ihrem Gos nun richtigen Sport bieten, aber achten Sie auf gelenkschonende Trainingsweisen und bitte: Alles in Maßen! Das gilt vor allem für Agility, Flyball und Frisbee, wenn es wettkampfmäßig betrieben wird. Das mag in jungen Jahren kein Problem sein, aber Ihr Gos soll doch im gesunden Zustand 14 Jahre und älter werden, oder?
Sollten Sie sich für die Hütearbeit entscheiden, auch sie beginnt im Alter von einem Jahr. Das heißt, den Instinkt zu testen und seine Hüteambitionen in geregelte Bahnen zu lenken. Dabei sind Ihnen z. B. Wanderschäfer sicherlich behilflich. Schauen Sie sich bei der AG zur Zucht Altdeutscher Hütehunde (AAH) um oder auch bei Schafhaltern, die z. B. Australien Shepherd, Briard, Cattle Dogs oder PONs trainieren. Deren Hüteart ist dem Gos sehr ähnlich.